Anti-Doping

Vorstellung

Susanne (Anti-Doping-Beauftragte)Mein Name ist Susanne Bertram, ich bin 50 Jahre alt und betreibe Aikido seit 1997, also schon viele Jahre. Mir war es schon immer besonders wichtig, dass es beim Aikido keinen Wettkampfgedanken gibt. Im Leben stehen wir ständig unter Leistungsdruck und in Konkurrenz. Da ist es gerade beim Sport in der Freizeit schön, dass wir hier nur den eigenen Anforderungen entsprechen müssen.

Deshalb ist Doping bei uns auch kein Thema!

Ganz so möchte und kann ich das nicht stehen lassen. Der Landesportbund Hannover (LSB) hat einen klaren Auftrag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) umzusetzen:

Sich gegen die Verwendung von Dopingmitteln einzusetzen und auch regelmäßig zu dem Thema aufzuklären.

So mussten im Jahr 2014 alle Fachverbände ein verbindliche Erklärung abgeben, dass

  • ein/e Anti-Doping Beauftragte/r schriftlich zu benennen ist und
  • die Durchführung mindestens einer Anti-Doping Veranstaltung pro Jahr stattgefunden hat, die bei uns im Verband im Rahmen eines DV-Trainings erfolgt.

Die Einhaltung dieser Bestimmungen ist eine notwendige Voraussetzung für eine Förderung unseres Landesfachverbandes durch den LSB. Verstöße oder fehlende Nachweise über die Umsetzung und Anwendung können eine Verbandsstrafe und den Entzug sämtlicher Sportfördermittel aus der Finanzhilfe des Landes nach sich ziehen.

Seit 2013 hat der LSB Niedersachsen in den einzelnen Fachverbänden einen Anti-Doping Beauftragten eingesetzt, der die Aufgabe hat, die Einhaltung dieser Erklärungen zu überwachen und über das Thema aufzuklären.

Nun bin ich weder Arzt noch Pharmakologe o.ä. und kann deshalb keine Vorträge über etwaige gefährliche Substanzen halten. Aber mit gesundem Menschenverstand können wir uns alle diesem Thema nähern. Im Rahmen der Übungsleiter-Aus- und -Fortbildung wird dieses Thema immer wieder aufgegriffen, um die Trainer für die zum Teil dramatischen Nebenwirkungen zu sensibilisieren.

Auch wenn in unserem Sport nicht wegen einer besseren Leistung gedopt wird, so sollten wir dennoch wachsam sein. Nehmen nicht auch unsere Sportler gerne mal Nahrungsergänzungsmittel? Diese sind zwar grundsätzlich mit dem Dopingreglement vereinbar, aber diese Mittel unterliegen nicht den strengen Herstellungs- und Zulassungskriterien wie Arzneimittel. Es kommt hier immer wieder zu Kontaminationen mit verbotenen Substanzen oder auch Fälschungen sind im Handel.

Oder wie verhält es sich mit einem Kreislaufmedikament, das ein Teilnehmer regelmäßig einnehmen muss? Ist das schon Doping?

Eine Orientierungshilfe bietet die jährliche Beispielliste zulässiger Medikamente, die übersichtlich nach Anwendungsbereichen und auch in alphabetischer Reihenfolge die Medikamente aufführt, die erlaubt sind. Deren Gebrauch also mit den Anti-Doping-Bestimmungen vereinbar ist. Der LSB informiert die Fachverbände im Rahmen seiner Aufklärung über die verbotenen bzw. erlaubten Substanzen mit dieser Beispielliste zulässiger Medikamente.

Ich möchte hierzu in unserem Verband hilfreiche Unterstützung geben. Ich freue mich auf Fragen, Anmerkungen, Hinweise und Vorschläge.

Ich bin per Formular über den AVNI erreichbar.

 

Aktuelle Broschüren der NADA

Die Beispielliste zulässiger Medikamente enthält eine Auswahl erlaubter Medikamente, die von Sportlern häufig verwendet werden. Die Liste ist übersichtlich nach Symptomen oder Beschwerden gegliedert. Die handliche MediCard gibt in Kurzfassung einen Überblick über die erlaubten und verbotenen Substanzen. Beide dienen als Hilfestellung für die Athleten und deren Betreuer.

Diese Beispielliste als Broschüre und die MediCard kann man auch direkt bei der NADA bestellen.

NADA Beispielliste zulässiger Medikamente
NADA MediCard